Geschichte

Zeitgemäße Generationsarbeit – Die Entwicklung der SeniorenNetzwerke Köln

2001: Der Altenclub: Neue Ideen gesucht!

In Köln gab es im Jahr 2001 29 Seniorenbegegnungsstätten und –treffs sowie fast 250 Altenclubs. Doch nicht mal jeder Siebzehnte über 60  besuchte diese Einrichtungen, die meisten kannten sie nicht einmal. Mit Einführung der Pflegeversicherung wurde „alt“ oft in einem Atemzug mit „pflegebedürftig“ genannt.  Die offene Altenarbeit selbst fand kaum noch Beachtung.

Auf der anderen Seite sprach man zunehmend von den „aktiven Alten“ aufgrund ihres enormen Potentials. Das wurde um die Jahrtausendwende  jedoch kaum genutzt.

Ende 2001 trafen sich Leiterinnen und Leiter der Altentagestätten, die Fachverwaltung, Politik, Wohlfahrtsverbände und Seniorenvertretung zu einer Klausurtagung des Amtes für Soziales und Senioren. „Wie kann eine zeitgemäße und aktive Seniorenarbeit aussehen?“  Das war die zentrale Frage, die alle Beteiligten mit Experten diskutierten. Das Ergebnis war klar und eindeutig: Senioren wollen und müssen mitmischen, weil sie etwas zu sagen haben, weil sie über enorme Ressourcen verfügen, weil sie sich untereinander vernetzt am besten gegenseitig helfen können. Die Idee der Seniorennetzwerke war geboren!

2002: Startschuss für eine neue Altenarbeit

Von der Altentagesstätte zur Netzwerkarbeit

Im Jahr 2002 war es dann so weit: Der Sozialausschuss beschloss den Aufbau von zunächst zwölf SeniorenNetzwerken. Anfangs in Vierteln, in denen ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen wohnten – oft alleinstehend und weitgehend mittellos. Der Grundstein für die Netzwerke Altstadt-Süd, Meschenich, Lindenthal, Ehrenfeld, Niehl, Seeberg, Poll, Holweide, Kalk, Ostheim, Humboldt-Gremberg und Mülheim war gelegt. Der Aufbau wurde durch eine hauptamtliche Koordinatorin begleitet und von allen Kölner Wohlfahrtsverbänden unterstützt. Einstige Altentagesstätten wurden modernisiert und inhaltlich wehte ein frischer Wind!

Juni 2005: Anerkennung für gute Arbeit

Die SeniorenNetzwerke erhielten den Deutschen Präventionspreis

Die Kölner SeniorenNetzwerke gewannen im Juni 2005 den zweiten Platz beim Wettbewerb um den Deutschen Präventionspreis „Gesund in der zweiten Lebenshälfte (50plus)“. Prämiert wurden Projekte, die in einem besonderen Maße Gesundheitsförderung und Prävention im Alter fördern. In der Laudatio wurde das „zur Nachahmung zu empfohlenes Beispiel für eine gelungene Vernetzung“ gelobt. Das Preisgeld floss in Fortbildung und Qualitätssicherung.

April 2005: Senioren übernahmen mehr Verantwortung:

Erste SeniorenNetzwerke gingen in die Selbständigkeit

Ziel der Seniorennetzwerke war es immer, „selbstorganisiert“ zu sein. Das hieß: Ein Profi begleitet die Gründungsphase und übergibt die Organisation dann in die Hände der Senioren selbst. Im April 2005 machten die SeniorenNetzwerke Ehrenfeld, Ostheim, Niehl, Holweide und Kalk genau diesen wichtigen Schritt. Die hauptamtlichen Koordinatoren traten in den Hintergrund und widmeten sich dem Aufbau neuer Netzwerke: diesmal in Bickendorf, Neubrück, Buchheim und Longerich. Im Jahr 2007 machten dann die Netzwerke in Poll, Altstadt-Süd und Humboldt-Gremberg den Schritt in die Selbstorganisation. Parallel dazu entstanden neue SeniorenNetzwerke in den Stadtteilen Neustadt-Süd, Gremberghoven und Urbach.

September 2007: Bessere Beratung und Unterstützung:

Gründung einer Servicestelle

Der Sozialausschuss befürwortete die Einrichtung einer Servicestelle, die dann im September 2007 eingerichtet wurde. Die selbstorganisierten SeniorenNetzwerke konnten nun eine verlässliche Beratung und Unterstützung anbieten. Es gab Sprechstunden, Fortbildungen und Themennachmittage, in denen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von einem Sozialarbeiter unterstützt wurden.

2007 engagieren sich bereits über 60 Seniorinnen und Senioren in den Netzwerken. Es gelang Ihnen, durch gemeinsames Engagement und gemeinsame Aktivitäten Menschen miteinander zu verbinden  Im Dezember bedankten sich die Wohlfahrtsverbände mit einem Fest im Freien Werkstatt-Theater bei  allen Aktiven.  .

Januar 2008 Die Erfahrungen münden in ein Konzept

Mit zunehmender Praxis wurde deutlich, dass das Ursprungskonzept einer dringenden Überarbeitung bedurfte. Vieles, was im vorläufigen Entwurf 2002 (Plan für ein seniorenfreundliches Köln) stand, entsprach nicht mehr den Realitäten. Andererseits hatte man bei der Gründung der SeniorenNetzwerke viele Effekte und Herausforderungen noch gar nicht bedacht.
Die
 Konzeptarbeit lohnte sich. Mehr Transparenz und Leitlinien für alle Akteure!

September 2008 Die neue Homepage …