Höhenberg

Höhenberg
Stadtteil zwischen Tradition und Umbruch
Alte Höhenberger sind stolz darauf, dass der hiesige Bürgerverein einmal der mitgliederstärkste in Köln war. Auch die erste Kreuzungsampelanlage Kölns hing hier über der Kreuzung Frankfurter Straße / Olpener Str., ganz in der Nähe des Sportparks Höhenberg und der Merheimer Heide.
Die Brotfabrik Kronenbrot deren Duft  oft über dem Viertel schwebte, die Ortskirche St. Elisabeth, die historische und in weiten Teilen unter Denkmalschutz stehende Germaniasiedlung gehören genauso zu Höhenberg, wie das Höhenberger Schwimmbad, die Post, das Seniorenheim Oranienhof oder die Erlöserkirche, selbst wenn nur der Kirchturm auf Höhenberger Boden steht.

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Beste Anbindungen durch zwei U-Bahnstationen, mehrere Buslinien und dem Straßennetz ließen Höhenberg zu einem attraktiven Veedel mit viel bürgerschaftlichem Engagement werden.
Karnevals-, Schützen- und Sportvereine sowie Schulen, Kindergärten, Ärzte, Geschäfte und Banken ergänzen das Bild des rechtrheinischen Stadtteiles mit 12.000 Einwohnern.
Die rechtsrheinischen industriellen Einbrüche der 80er und 90er Jahre hinterließen jedoch drastische Spuren. Eine hohe Sozialhilfe- und Arbeitslosenquote waren die Folge. Das Höhenberger Kino an das sich viele gerne erinnern wurde z. B. geschlossen. Heute beheimaten die Räume neben einem Supermarkt auch das Sozialpsychiatrische Zentrum für den Stadtbezirk Kalk.
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Mittlerweile hat sich wieder ein spannendes weiterhin durch viel bürgerschaftliches Engagement geprägtes Viertel entwickelt.
Das HöVi–Kinderland der evangelischen und katholischen Gemeinden ist weit über die Veedelsgrenzen bekannt.
Apropos HöVi. Während die Grenzen nach Kalk und Merheim durch Eisenbahngleise und Straßen klar gezogen sind geht es Richtung Süden fließend in den Nachbarstadtteil Vingst über.
In Höhenberg wurde in den letzten Jahren die Germaniasiedlung ebenso wie das HöhenbergBad aufwendig saniert. Ein SeniorenSommerFest und gemeinsame Flohmärkte von sozialen Institutionen sowie die wieder stattfindenden Veedelsfeste in der Weimarer Straße zeigen, dass sich wieder Menschen im Veedel und für das Veedel engagieren. Klar das auch türkische und russische Gruppen, z.B. aus dem Interkulturellem Zentrum der AWO und Menschen aus anderen Nationen mit dabei sind.

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Auch im SeniorenNetzwerk Höhenberg, das bis 2010 in der seit 1974 bestehenden Senioreneinrichtung in der Fuldaer Straße 2 seinen Sitz hatte, geht es heute bunt zu. In den Räumen der GAG, dort wo früher die Polizei eine Wache hatte waren 34 Jahre Menschen aus dem Veedel für sich und Andere aktiv. Aktiv im Veedel ist auch seit 1982 Jahren das Motto des Fördervereins Höhenberg, der die Gemeinwesen- und Netzwerkarbeit unterstützt. Im SeniorenNetzwerk entstanden weitere Ideen im Veedel:
Seit  2008 findet jährlich der Höhenberger Adventsbasar zum Beispiel mit dem SPZ, der Kfd, den Schützen und vielen Anderen statt. 2010 zog dann das SeniorenNetzwerk in das neue Paul-Schwellenbach-Haus in die Weimarer Straße 15 in dem auch ein Jugendtreff der KJA seinen Platz hat.
Seit 2013 wird mit allen Institutionen im Veedel auf dem Gelände der Hauptschule Nürnberger Straße ein Mittsommerfest gefeiert.  Kitas, Schulen und Vereine setzen sich gemeinsam im Veedel fürs Veedel ein. 2017 fand die 20. Stadtteilkonferenz des SeniorenNetzwerk statt. Seit dem 16.10.17 finden weitere Seniorenangebote im Mehrgenerationenwohnen in der Nürnberger Straße 39 statt.

Höhnberg war und bleibt ein Veedel mit Hätz.

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