Neubrück

Der rechtsrheinische Stadtteil Neubrück, auch aufgrund der Grundsteinlegung „Konrad-Adenauer-Siedlung“ genannt, wurde vor ca. 40 Jahren im wahrsten Sinn des Wortes „aus dem Boden gestampft“. Die teilweise chaotischen Zustände der Anfangszeit, ohne Straßen oder andere Infrastruktur, spiegeln sich in dem Wort „Gummistiefel“ wieder, wenn man die älteren Bewohner des Stadtteiles nach ihren damaligen Eindrücken fragt. Ebenso prägend war die Zusammenarbeit der beiden Kirchengemeinden, die mit ihren Familienkreisen, in die alle Neuzugezogenen über die Konfessionsgrenzen hinweg eingeteilt wurden, eine frühe Form der organisierten Nachbarschaftshilfe aufgebaut haben. Der Stolz der älteren Generation auf die „gemeinsame Aufbauarbeit“ der Siedlung, die sowohl aus Hochhäusern, Mehrfamilienhäusern und klassischen Bungalows besteht, ist auch heute noch groß.

Neubrück hat derzeit ca. 9000 Einwohner, davon sind ungefähr 2600 über 60 Jahre alt – dies entspricht einem Anteil von 28,2 %. Mitgerechnet sind hier die 360 Bewohnerinnen und Bewohner der verschiedenen Wohnformen des Deutschordens Wohnstiftes, einem Alten- und Pflegeheim, das unmittelbar am Straßburger Platz, mitten im Stadtteil, liegt. Der Zuzug vieler Menschen aller Altersgruppen mit Migrationshintergrund hat den Stadtteil in den letzten Jahren verändert.

Dem Bürgerverein Neubrück e.V. gehören ca. 600 Mitglieder an und hier werden die Aktivitäten rund um den Stadtteil gebündelt und organisiert. Ökumene wird großgeschrieben, was sich sowohl in der Adelheidiade, einem Stadtteilfest der beiden großen Kirchengemeinden, zeigt als auch durch das Elternbildungswerk Köln Neubrück e.V., dessen Gründung durch einen Kooperationsvertrag der beiden Kirchengemeinden erfolgte. Der Arbeitskreis Senioren, initiiert durch das Deutschordens-Wohnstift, plant mit den Vertreterinnen der Seniorengruppen seit nunmehr 30 Jahren eine alljährliche Seniorenwoche. Die Stadtteilbibliothek und die vielen weiteren Vereine und Initiativen ergänzen das Bild eines dynamischen und interessanten Stadtteiles

Mit dem „Treff im Pavillon“, den das SeniorenNetzwerk gemeinsam mit dem Bürgerverein, der Stadtbibliothek und dem Sozialraumprojekt aufgebaut hat, konnte im März 2007 eine zentrale Kontakt und Informationsbörse für den gesamten Stadtteil eingeweiht werden. Auch die Gruppen des Netzwerkes finden hier ihren Raum und sind damit fest in das Stadtteilgeschehen integriert.
Schauen Sie doch mal herein – wir freuen uns auf Sie!